Unterschriftenaktion für Erhalt von 330 Kleingärten im Bezirk Hamburg Nord

Alle Transition-Interessierte die im Bezirk Hamburg-Nord wohnen, die EU-Bürger und wahlberechtigt sind, sowie mindestens seit 3 Monaten im Bezirk Nord ihre Hauptwohnung haben, dürfen gern bei der Initiative „Eden für Jeden“ eine Unterschrift für ein Bürgerbegehren zum Erhalt von 330 Kleingärten leisten.

Worum geht es? In Hamburg ist die Bauwut ausgebrochen und eine Reihe von  Kleingartenvereinen ist in seiner Existenz bedroht, so auch die Kleingartenvereine „Barmbeker Schweiz“ und „Heimat“. Entstehen soll in ca. 2 Jahren auf dem Gelände der Kleingärtner das Pergolenviertel (früher Hebebrandquartier) mit neuen Wohnungen, etc. Das Wohnungsbauprojekt wird unterstützt durch eine Reihe von Parteien. Politiker von SPD,  FDP, CDU und auch von den GRÜNEN haben sich für die Umgestaltung des Geländes ausgesprochen.

Das nun betroffene Kleingärtner und verbliebene Dauerbewohner rebellieren, ist ihnen lästig. Das Bürgerbegehren ist nun auf Druck der Senatskommission für Stadtentwicklung und Wohnungsbau für unzulässig erklärt worden, nachdem aber bereits die Rechtsabteilung des Bezirksamtes Nord schon Grünes Licht gegeben hatte. Das Widerspruchsverfahren läuft. Weiter darf man seinen Garten nur noch spatentief umgraben und ohne Sondierung auf Kosten des Gärtners keine Laube mehr aufstellen, weil Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg vermutet werden.

Für mich persönlich bedeutet das den Verlust von einem hervorragenden und preiswerten Standort für Bienen, sowie Ackerfläche für Obst und Gemüse (besonders Kartoffeln hervorragender Qualität). Für die verbliebenden Dauerbewohner, die sich aus den Trümmern des 2. Weltkrieges ein kleines Heim geschaffen haben, ist die Lage viel Schlimmer. Obwohl sie bis zum Ableben noch ein Dauerwohnrecht genießen, sollen sie ihre geliebte Heimat verlassen müssen und in Wohnsilos umquartiert werden.

Bitte beteiligen sie sich an der Unterschriftenaktion für ein Bürgerbegehren:

Sammellisten gibt es hier. (Bitte Vorder- und Rückseite auf einem Blatt ausdrucken)

Abgeben kann man die Liste hier.

Vielen Dank

Enrico Rosenkranz

Advertisements
Veröffentlicht unter Grüne Stadt, Resilienz, THH-Netzwerk | Kommentar hinterlassen

Pinneberg in Transition?

Was ist eigentlich eine Transition Town (eine Stadt im Wandel)?
Das war das Motto der Abendveranstaltung am Donnerstag, den 14. März im Gemeindehaus der Lutherkirche in Pinneberg.

IMGP3979

IMGP3990Der Kirchenkreis „Leben fairändern“ der Lutherkirchengemeinde hatte uns eingeladen, die Transition-Idee im Rahmen der Fastenaktion „7 Wochen mit Produkten aus fairem Handel und der Region“ des evangelischen Frauenwerks Hamburg-West/Südholstein vorzustellen.

Da ich seit Juni 2012 in Pinneberg wohne und stark daran interessiert bin eine Transition-Initiative in meiner unmittelbaren Umgebung zu starten, war ich froh, dass ich jetzt die Gelegenheit bekam für das Transition-Konzept in einer Abendveranstaltung zu werben.

Die Leben-fairänderer haben mich ca. in der Mitte des letzten Jahres herzlich in Ihre Mitte aufgenommen und ich bin dankbar für die engagierte Unterstützung bei den Vorbereitungen der Veranstaltung.

Nach dem ich in einem kurzen Vortrag die Grundphilosophien und –prinzipien der Transition-Bewegung dargestellt habe, gab es Gelegenheit in einer Gemeinschaftsaktion im „World Cafe“-Format einmal auszuprobieren wie man gemeinschaftlich träumen und Ideen entwickeln kann.

Dabei freut es mich auch ganz besonders, dass es uns (dem Vorbereitungsteam und mir) gelungen ist einen kreativen Dialog in Gang zu bringen.

In unserem „World Café“ wurde in 2 Runden an mehreren Tischen die folgen Fragen besprochen:
1. Runde: Wie sieht ein Pinneberg der guten Zukunft aus?
2. Runde: Was können wir als Erstes tun?
Alle Gäste waren eingeladen ihre Ideen und Wünsche auf großen Zetteln, die auf den Tischen auslagen, festzuhalten.

IMGP3998

Ich habe hier einmal ganz kurz die Punkte, die mehrfach aufgeschrieben wurden zusammengefasst.

Die gute Zukunft unserer Stadt sieht also so aus: In der Innenstadt gibt es viele Läden, in denen man lokale Produkte kaufen kann.
Die Bedingungen für Radfahrer sind besser als heute. Es gibt Stätten der Begegnung wie Gemeindezentren, etc.. Öffentliche Grünanlagen werden besser genutzt.
Es gibt Gemeinschaftsgärten zur Selbstversorgung und als Begegnungs- und Erholungsraum. Die Menschen rücken wieder näher zusammen und leben allgemein nicht mehr so isoliert wie heute.

Am Schluss der Veranstaltung fragten wir welche Erkenntnisse sie mitnehmen und welches ihre nächsten Schritte sein werden.

IMGP4010

IMGP4000

Und das war das Ergebnis:

Nächster Schritt

  • Kontakt suchen zu anderen Gruppen
  • Mehr Fahrrad fahren
  • Fotovoltaikanlage bauen
  • An Gemeinschaftsprojekten und Aktionen teilnehmen
  • Mich weiter mit den Inhalten auseinandersetzen
  • Mehr Kontakt zu Mitmenschen pflegen, um gemeinsam etwas für die Stadt und uns selbst zu erreichen
  • Transition in meinem Leben eine Chance geben – es gibt so viele Möglichkeiten
  • Regionales Gemüse kaufen, Vielfältigkeit
  • Die Transition-Bewegung bekannter machen
  • Intensivierung der Wahrnehmung und Sensibilisierung für lokale Kultur und „gute Zukunft“
  • Vernetzung/Verknüpfung ist wichtig
  • Weiter in kleinen Schritten im Umfeld agieren
  • Mit Menschen, „Initiativen“ in Kontakt treten, sich austauschen, offen bleiben, zuhören, „sich bewegen“
  • Menschen suchen, die einen gemeinschaftlichen Gemüsegarten entwickeln
  • Noch mehr Informationen beschaffen, Samenbomben organisieren
  • Mit anderen gemeinsam etwas machen

Erkenntnisse

  • Es gibt viele Menschen, die sich für eine positive Zukunft einsetzen
  • Es hört sich alles sehr gut an, aber für mich schlecht durchführbar
  • Das Gemeinschaftsgefühl in Pinneberg stärken und alle Generationen mit einbeziehen –Gemeinsam sind wir stark!
  • Bedarf: Vernetzungstreffen für lokale Gruppen, die die gute Zukunft in Pi gestalten wollen
  • Es sind hauptsächlich Frauen hier, die sich für dieses Projekt interessieren. Ich persönlich bin (auf dem Weg – das konnte ich nur schwer lesen, hoffe es ist richtig)
  • Die gleichen Probleme müssen von jeder Generation neu gelöst werden. Gut, dass es neue (Leute gibt)
  • Es gibt viele Möglichkeiten und Ideen. Wichtig ist anzufangen
  • Nicht notwendige Produkte meiden! Das es mehr Menschen gibt, die hierzu nachdenklich sind. / Transition Bewegung
  • Ich bin nicht allein mit dem Wunsch etwas zu verändern
  • Gemeinsam fließen die Ideen
  • Leute kennengelernt zu haben, die den selben Geist haben
  • Dass es auch in Pinneberg Menschen gibt, die ähnlich denken … sehr spannend
  • Es gibt Menschen mit den gleichen Zielen. Packen wir es an!

Und zum Schluss möchte ich Euch noch meine Erkenntnisse und nächsten Schritte mitteilen:

Meine wichtigste(n) Erkenntnis(se)

  • Es hat sich gelohnt Energie für die Organisation des Abends aufzuwenden. Der Transition-Ansatz erzeugt positive Reaktionen und motiviert die Menschen zum handeln.
  • Ich habe Menschen kennengelernt, die den selben Geist haben wie ich und ganz in meiner Nähe leben. Das gibt mir Hoffnung für die Zukunft der TT-Idee in Pinneberg.
  • Ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich erhalten habe.
  • Ich habe neue Freunde kennengelernt.

Meine nächsten Schritte

Meine nächsten Schritte beziehen sich direkt auf die Ergebnisse des Abends. Da die Leute mehr über die Transition-Bewegung erfahren und mit anderen Menschen/Gruppen/Initiativen in Kontakt treten wollen und weil sie „einfach mal anfangen/was machen wollen“, sind dies meine nächsten Schritte:

  • Einen Filmabend „In Transition 2.0“ organisieren.
  • Leute einladen eine kleine TT-Aktion in Pinneberg zu organisieren. Schön wäre irgendetwas mit Fahrrädern. Ich würde dazu gerne das TT-HH Lasten-Liegerad nutzen. Es ist eine tolle Werbeplattform und hat einen hohen „Coolness-Faktor“.
  • Ein Vernetzungstreffen in Pinneberg mitorganisieren.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht in Pinneberg. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Maik Brendemühl

p.s.: Zu der Veranstaltung erschien im Pinneberger Tageblatt ein Artkel (Anm. des Website-Teams): hier klicken.

Veröffentlicht unter Bericht, Broadening, Resilienz, THH-Netzwerk | 1 Kommentar

Zukunftsfähiges Leben im Gartendorf

Hermann vom Transition Netzwerk Hamburg hat zusammen mit Ralf Otterpohl, Professor and der Technischen Universität Hamburg-Harburg, einen Artikel in der neuen Oya (Ausgabe 18) geschrieben.

In dem Artikel geht es um mögliche Lebensweisen auf dem Lande, die eine Revitalisierung der Landschaft und der Menschen bewirken können. Es werden Zusammenhänge hergestellt zwischen Bodenfruchtbarkeit, Ökonomie, Landwirtschaft, Industrieproduktion und Low-Impact Gesetzgebung. Der ermutigende Apell für einen positiven Fußabdruck kann unter dem Titel “Barfußhäuschen im Gartenringdorf” in der aktuellen Oya 18 (online hier: http://www.oya-online.de/article/read/872-barfusshaeuschen_im_garte…) nachgelesen werden. Die komplette Oya ist im Zeitschriftenhandel oder online erhältlich.
Aus dem Artikel ergibt sich außerdem ein Aufruf zur technischen Innovation, des Bodenfuttertopfes und der Frischsaft-Handpresse.
http://www.startnext.de/bodenfuttertopf-und-saftpresse

Fazit: Lesens- und Unterstützenswert!

Veröffentlicht unter Ankündigung | Kommentar hinterlassen

Filmtipp: Climate Crimes

Der Kampf gegen den Klimawandel soll unsere Erde retten. Doch abseits großer Konferenzen und schöner Worte dominieren zerstörerische Großprojekte. Ein Blick hinter die Kulissen des wichtigsten Themas unserer Zeit.

Climate Crimes ist die Geschichte von atemberaubenden Landschaften, seltenen Arten und Menschen, die mit der Natur leben. Sie alle werden bedroht, nicht vom Klimawandel, sondern vom Klimaschutz und das, was in seinem Namen geschieht.

Der Film zeigt eine Reise zu den Tatorten der grünen Energien, mit erschreckendem Ergebnis. Wasserkraftwerke, Biodiesel- und Biogasproduktion drohen selbst die letzten Juwele des Planeten zu vernichten.Mehr als 2 Jahre lang hat sich Ulrich Eichelmann mit seinem Team auf die Spuren von Klimaschutzprojekten und „grüner Energien“ begeben. Er besuchte dazu die Mesopotamischen Sümpfe im Irak, den Südosten der Türkei, die UrwälderAmazoniens und Indonesiens sowie Schutzgebiete in Deutschland.

23.1.2013 um 20.00 Uhr im Abaton Hamburg. In Anwesenheit des Regisseurs
Ulrich Eichelmann und des Volkswirtschaftlers und Wachstumskritikers
Niko Paech.

 

Veröffentlicht unter THH-Netzwerk | 1 Kommentar

Transition in Hamburg Jahresrückblick 2012

Liebe Leute,

ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Jahr 2012! Das letzte Jahr war auch für das Transition Netzwerk Hamburg ein besonders Jahr. Wir haben jeden Monat (exklusive einer Sommerpause) zusammen mit der Werkstatt 3 eine Abendveranstaltung organisiert.  Zusätzlich gab es Seminare (z.B. Dragon Dreaming mit Ilona). Wir waren auf verschiedenen Filmpremieren in Hamburg präsent (Voices of Transition, Die Ökonomie des Glücks) und haben mit verschiedenen Intitiativen zusammengearbeitet (z.B. das Treffen der urbanen Gärten mit GrünAnTeil oder der Fahrradwerkstatt im Gängeviertel für den Bau eines Lastenfahrrades oder mit Kebap auf dem Alternativen Hafengeburtstag).

Damit ihr euch besser orientieren könnt, wer was in Hamburg macht, gibt es ab sofort einen neuen Reiter: Initiativen. Dort findet ihr Infos zu Initiativen, die in Hamburg „Transition machen“. Ihr seit selbst Teil einer spannenden Initiative, die gut zu den Ideen von Transition passt? Gibt uns einen Tipp oder schickt uns doch gleich eine Kurzprofil, dass wir hier gerne online stellen! Wir hoffen, dass ihr hier – sowie unter den weiteren Reitern Infos findet, mit denen ihr Transition im neuen Jahr für euch beginnen könnt! Zeitnah geben wir euch auch neue Infos zu den im Jahr 2013 geplanten Veranstaltungen und Seminaren. 2013 wird ganz groß! Soviel ist sicher!

Einen guten Rutsch und alles Gute für 2013 wünscht euer

Transition Netzwerk Hamburg Webseiten-Team.

Veröffentlicht unter Bericht, Broadening, GrünAnTeil, live local love local, Permakultur, THH-Netzwerk | Kommentar hinterlassen

Filmtipp: More than honey

Zur Zeit läuft in einigen kleineren Lichtspielhäusern noch der Dokumentarfilm „More than honey“. Der Film macht recht traurig, wenn man sich so anschaut, in welch üblem Zustand sich die Honigbiene weltweit befindet. Während man sich bei amerikanischen Wanderimkern schon gar nicht mehr wundert, dass denen schon mal 40% der Völker aufgrund CCD und anderen Krankheiten eingehen, so war ich doch überrascht, dass auch ein Bergimker in bienenfreundlicher Umgebung so seine Probleme hat.

Ob wir Menschen nun nach 4 Jahren aussterben werden, sobald die letzte Biene stirbt, wage ich mal zu bezweifeln, aber wir würden einen unheimlich effizienten Bestäuber verlieren. Und wer weiß welche in der Natur wichtigen Eigenschaften die Biene noch hat, die uns aber noch verborgen geblieben sind.

Machen wir uns nichts vor – der Film wird wohl kaum ein Umdenken bewirken, selbst bei den Imkern nicht, die mit fragwürdigen Methoden arbeiten. Auch der Verbraucher wird nicht den Industriehonig im Regal stehenlassen und zum Regionalimker wechseln. Aber der Film ist toll gemacht und hat mir einen schönen Abend beschert. Nicht wundern, ihr werdet recht einsam im Kino sein, denn die Leute schauen lieber Hobbit, als sich für die Probleme der Honigbiene zu interessieren.

Enrico

Veröffentlicht unter THH-Netzwerk | Kommentar hinterlassen

10 Transition Filme.

Auf der transitionculture.org Webseite haben Transition Initiativen für unterschiedliche Filme gestimmt. Hier nun die Top 10 Filme, die sich aus dieser Wahl ergeben haben! Wer also für die Weihnachtszeit noch den ein oder anderen anregenden Film für seine/ihre Aktivitäten im nächsten Jahr braucht oder generell interessiert ist: schaut rein!

Von 10 nach 1.
10.  The End of Suburbia

9.  There’s no tomorrow

8.  Dirt, the movie

7.  Voices of Transition

Joint 5th. The Age of Stupid

Joint 5th. The Economics of Happiness

4.  Koyannisqaatsi

3.  The Power of Community

2.  A Farm for the Future

1. In Transition (1.0 & 2.0)

Veröffentlicht unter Bericht, Neue Geschichten, Resilienz-Bildung, Transition World Network | Kommentar hinterlassen