Pinneberg in Transition?

Was ist eigentlich eine Transition Town (eine Stadt im Wandel)?
Das war das Motto der Abendveranstaltung am Donnerstag, den 14. März im Gemeindehaus der Lutherkirche in Pinneberg.

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IMGP3990Der Kirchenkreis „Leben fairändern“ der Lutherkirchengemeinde hatte uns eingeladen, die Transition-Idee im Rahmen der Fastenaktion „7 Wochen mit Produkten aus fairem Handel und der Region“ des evangelischen Frauenwerks Hamburg-West/Südholstein vorzustellen.

Da ich seit Juni 2012 in Pinneberg wohne und stark daran interessiert bin eine Transition-Initiative in meiner unmittelbaren Umgebung zu starten, war ich froh, dass ich jetzt die Gelegenheit bekam für das Transition-Konzept in einer Abendveranstaltung zu werben.

Die Leben-fairänderer haben mich ca. in der Mitte des letzten Jahres herzlich in Ihre Mitte aufgenommen und ich bin dankbar für die engagierte Unterstützung bei den Vorbereitungen der Veranstaltung.

Nach dem ich in einem kurzen Vortrag die Grundphilosophien und –prinzipien der Transition-Bewegung dargestellt habe, gab es Gelegenheit in einer Gemeinschaftsaktion im „World Cafe“-Format einmal auszuprobieren wie man gemeinschaftlich träumen und Ideen entwickeln kann.

Dabei freut es mich auch ganz besonders, dass es uns (dem Vorbereitungsteam und mir) gelungen ist einen kreativen Dialog in Gang zu bringen.

In unserem „World Café“ wurde in 2 Runden an mehreren Tischen die folgen Fragen besprochen:
1. Runde: Wie sieht ein Pinneberg der guten Zukunft aus?
2. Runde: Was können wir als Erstes tun?
Alle Gäste waren eingeladen ihre Ideen und Wünsche auf großen Zetteln, die auf den Tischen auslagen, festzuhalten.

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Ich habe hier einmal ganz kurz die Punkte, die mehrfach aufgeschrieben wurden zusammengefasst.

Die gute Zukunft unserer Stadt sieht also so aus: In der Innenstadt gibt es viele Läden, in denen man lokale Produkte kaufen kann.
Die Bedingungen für Radfahrer sind besser als heute. Es gibt Stätten der Begegnung wie Gemeindezentren, etc.. Öffentliche Grünanlagen werden besser genutzt.
Es gibt Gemeinschaftsgärten zur Selbstversorgung und als Begegnungs- und Erholungsraum. Die Menschen rücken wieder näher zusammen und leben allgemein nicht mehr so isoliert wie heute.

Am Schluss der Veranstaltung fragten wir welche Erkenntnisse sie mitnehmen und welches ihre nächsten Schritte sein werden.

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Und das war das Ergebnis:

Nächster Schritt

  • Kontakt suchen zu anderen Gruppen
  • Mehr Fahrrad fahren
  • Fotovoltaikanlage bauen
  • An Gemeinschaftsprojekten und Aktionen teilnehmen
  • Mich weiter mit den Inhalten auseinandersetzen
  • Mehr Kontakt zu Mitmenschen pflegen, um gemeinsam etwas für die Stadt und uns selbst zu erreichen
  • Transition in meinem Leben eine Chance geben – es gibt so viele Möglichkeiten
  • Regionales Gemüse kaufen, Vielfältigkeit
  • Die Transition-Bewegung bekannter machen
  • Intensivierung der Wahrnehmung und Sensibilisierung für lokale Kultur und „gute Zukunft“
  • Vernetzung/Verknüpfung ist wichtig
  • Weiter in kleinen Schritten im Umfeld agieren
  • Mit Menschen, „Initiativen“ in Kontakt treten, sich austauschen, offen bleiben, zuhören, „sich bewegen“
  • Menschen suchen, die einen gemeinschaftlichen Gemüsegarten entwickeln
  • Noch mehr Informationen beschaffen, Samenbomben organisieren
  • Mit anderen gemeinsam etwas machen

Erkenntnisse

  • Es gibt viele Menschen, die sich für eine positive Zukunft einsetzen
  • Es hört sich alles sehr gut an, aber für mich schlecht durchführbar
  • Das Gemeinschaftsgefühl in Pinneberg stärken und alle Generationen mit einbeziehen –Gemeinsam sind wir stark!
  • Bedarf: Vernetzungstreffen für lokale Gruppen, die die gute Zukunft in Pi gestalten wollen
  • Es sind hauptsächlich Frauen hier, die sich für dieses Projekt interessieren. Ich persönlich bin (auf dem Weg – das konnte ich nur schwer lesen, hoffe es ist richtig)
  • Die gleichen Probleme müssen von jeder Generation neu gelöst werden. Gut, dass es neue (Leute gibt)
  • Es gibt viele Möglichkeiten und Ideen. Wichtig ist anzufangen
  • Nicht notwendige Produkte meiden! Das es mehr Menschen gibt, die hierzu nachdenklich sind. / Transition Bewegung
  • Ich bin nicht allein mit dem Wunsch etwas zu verändern
  • Gemeinsam fließen die Ideen
  • Leute kennengelernt zu haben, die den selben Geist haben
  • Dass es auch in Pinneberg Menschen gibt, die ähnlich denken … sehr spannend
  • Es gibt Menschen mit den gleichen Zielen. Packen wir es an!

Und zum Schluss möchte ich Euch noch meine Erkenntnisse und nächsten Schritte mitteilen:

Meine wichtigste(n) Erkenntnis(se)

  • Es hat sich gelohnt Energie für die Organisation des Abends aufzuwenden. Der Transition-Ansatz erzeugt positive Reaktionen und motiviert die Menschen zum handeln.
  • Ich habe Menschen kennengelernt, die den selben Geist haben wie ich und ganz in meiner Nähe leben. Das gibt mir Hoffnung für die Zukunft der TT-Idee in Pinneberg.
  • Ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich erhalten habe.
  • Ich habe neue Freunde kennengelernt.

Meine nächsten Schritte

Meine nächsten Schritte beziehen sich direkt auf die Ergebnisse des Abends. Da die Leute mehr über die Transition-Bewegung erfahren und mit anderen Menschen/Gruppen/Initiativen in Kontakt treten wollen und weil sie „einfach mal anfangen/was machen wollen“, sind dies meine nächsten Schritte:

  • Einen Filmabend „In Transition 2.0“ organisieren.
  • Leute einladen eine kleine TT-Aktion in Pinneberg zu organisieren. Schön wäre irgendetwas mit Fahrrädern. Ich würde dazu gerne das TT-HH Lasten-Liegerad nutzen. Es ist eine tolle Werbeplattform und hat einen hohen „Coolness-Faktor“.
  • Ein Vernetzungstreffen in Pinneberg mitorganisieren.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht in Pinneberg. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Maik Brendemühl

p.s.: Zu der Veranstaltung erschien im Pinneberger Tageblatt ein Artkel (Anm. des Website-Teams): hier klicken.

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Eine Antwort zu Pinneberg in Transition?

  1. Frauke schreibt:

    Schön war’s bei euch an dem Abend. Eine gute Einstimmung auf meine Lernreise nach Totnes am Tag drauf…Grüße von Kiel im Wandel, Frauke

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