Transition daheim: Gemüse und Obst besser lagern

Inspiriert von einer koreanischen Designstudentin, die Regale entworfen hat um Gemüse „artgerechter“ zu lagern habe ich angefangen bei mir zu Hause ähnliche Prinzipien anzuwenden. Ohne aufwendige Designschränke.

Basierend auf altem Wissen über Lagerung ohne Kühlschrank hat sie verschiedene Prinzipien wiederentdeckt und in die Möbel umgesetzt.

Diese finden sich auch auf ihrer Webseite.

Ihre Hauptpunkte sind:

  • der Kühlschrank ist zu kalt für viele Gemüse wie Aubergine, Gurke usw. (Eine Liste über Kälteempfindlichkeit von Früchten findet sich auch beim AID)
  • Wurzelgemüse verbraucht viel Energie wieder senkrecht zu wachsen, welkt daher schneller
  • Lagerung von Wurzelgemüse in Sand ist gut wegen der Feuchtigkeit, Atmungsaktivität, der räumlichen Orientierung und Dunkelheit
  • Äpfel emittieren Ethylen, dass andere Gemüse und Obst schneller reifen lässt, zusammen mit Kartoffeln gelagert reifen sowohl die Äpfel als auch die Kartoffeln langsamer
  • Auberginen und Zucchini sind Obst und sollten daher feucht gehalten werden

Dies habe ich versucht in einem Low-tech Design umzusetzen. Ich hab draußen einen alten Eimer gefunden, ihn mit Sand gefüllt (lag bequemerweise gleich daneben- Entrümpelung) und da die Wurzeln reingesteckt. Mairübchen sind experimentell mit und ohne Kraut gelagert. Mal sehen was länger frisch bleibt.

Eimerlösung

Die Kartoffeln und Äpfel haben ich in einem Karton, getrennt durch eine halbierte Sixpack-pappe mit Löchern gelagert.

Äpfel und Kartoffeln

Nachmachen ist also super einfach!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Ernährung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Transition daheim: Gemüse und Obst besser lagern

  1. genughaben schreibt:

    Sehr cooler Artikel, Hermann! Das Lagern von Poree bzw. Mören vertikal in Sand werde ich nachmachen – genauso wie das zusammenlagern von Äpfeln und Kartoffeln!
    Auch die Idee mit der Feuchtigkeit für Augerine und Zucchini ist spannend!

    Es gibt für mich auch Fälle, in denen ich bewußt Äpfel mit Tomaten bzw. Banenen zusammenlagere: manchmal ärgere ich mich darüber, dass man kaum noch reife Früchte kaufen kann – mal spontan ne Banane kaufen und essen ist oft nicht mehr – daher verwende ich Äpfel dann als Reifungsbeschleuniger.

    Ähnlich war das letztes Jahr mit Tomaten der Fall. Einige Tomaten waren so spät erst groß geworden, dass ich sie vor dem Frost ernten wollte. Zuhause waren sie dann noch ganz grün. Da habe ich sie zusammen mit Äpfeln und reiferen Tomaten nachgereift und konnte sie dann z.T. noch essen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s