Vom Bier brauen und Holzvergaserofen bauen

Liebe Transition Hamburg Aktive,

auf dem letzten Stammtisch wurde der Wunsch geäußert, das Erlernen von Fähigkeiten weiter zu fokussieren. Daher planen wir zwei Mitmach – Angebote.

Dosen

Beispiel für benötigte Dosen

Wer einen einfachen Holzvergaserofen bauen möchte, mit dem man Kochen und Biokohle gewinnen kann, sammle doch schonmal drei leere handelsübliche Weißblechdosen unterschiedlicher Größe. Unter Anleitung wird dann gemeinsam jeder seinen eigenen Ofen bauen können. Das Modell ist angelehnt an der Everythingnice Stove von Worldstove. Die Größen sind dabei eigentlich egal, es sollte bloß eine Dose ungefähr den doppelten Durchmesser der beiden anderen Dosen haben.

Beim Bierbrauen wollen wir Neuland betreten. Wir wollen mit dem angelesenen Wissen (Bücher, Internet) aller Interessenten es probieren ein leckeres Bier zu brauen. Daher, wer Interesse hat – einfach schonmal anfangen zu lesen. Ein ähnliches Verfahren wäre auch für eine Seifen – und Reinigungsmittelherstellung denkbar.

Großes Interesse besteht auch am Mähen mit der Sense. Wer dazu was beitragen kann und möchte, darf sich gerne melden.

Weiter war auf dem letzten Stammtisch ein Urban Pirat da, um über Kooperationen zu reden. Nächste Woche gibt es dann noch ein Treffen in Sachen mögliche Räumlichkeit für Aquaponik und Basislager. Ein Termin in Sachen (Wild)kräuterbestimmung folgt ebenso.

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8 Antworten zu Vom Bier brauen und Holzvergaserofen bauen

  1. Helmut Raulien schreibt:

    Helmut Raulien, Tel. 040 65992997
    Hallo! Hab ne Metallwerkstatt, auch eine Blechbiegewalze. Damit könnten wir solche Kocher bauen. Ein Problem ist die Hitzebeständigkeit, normales Blech verbrennt nach und nach. Also Nirostablech nehmen, oder eine Oberflächenbehandlung: Vernickeln? Emaillieren? Irgendwas geht. Weiterentwicklungsvorschlag: Von dem Leuchtgas nur einen Teil mit Luft vermischen und eine Flamme erzeugen, deren heisses Abgas weiteres Leuchtgas aus den Hackschnitzeln austreibt, mit dem anderen Teil einen Verbrennungsmotor betreiben, der einen Generator antreibt, den Strom ins Netz einspeisen, so Geld verdienen, und damit die weitere Entwicklung finanzieren. Auch die Holzkohle verkaufen, bzw. die Terra Preta. Der dritte Verdienst kommt durch den Verkauf von Emissionsrechten zustande, da man ja Kohlenstoff sequestriert, also dauerhaft der Atmosfäre (Laut Rechtschreibreform richtig?) entzieht. Man verdient also dreimal Geld. Aber Vorsicht: Es wird Probleme geben. Mit dem Teer. Das ist aber gut so, denn ohne Probleme würde es vielleicht schnell langweilig werden. Also, bis bald,
    Grüsse, Helmut

  2. Enrico schreibt:

    Hi Helmut,

    danke für dein Angebot. Ich melde mich im Verlauf der nächsten Woche bei dir.
    Viele Grüße
    Enrico

  3. Brigitte schreibt:

    Ich finde das Pyrokocherprojekt sehr spannend. Seid ihr inzwischen weiter gekommen??

  4. Brigitte schreibt:

    Hab nur das Häkchen vergessen

  5. Enrico schreibt:

    Hallo Brigitte,

    wir waren bei Helmut und haben uns gemeinsam darüber unterhalten. Es gab erste Tests mit einem Blechofen von Hermann, der Holz zu Biokohle umwandelt. Das Ergebnis war gut- nur eben mit dem Kochen wirds schwierig aufgrund des langen Kamins. Ein worldstove wurde auch getestet – das Ergebnis konnte nicht so überzeugen. Beides – Biokohle herstellen und Kochen – hat so seine Herausforderungen. Es ist schwierig ein optimales Brenngas-Luft-Verhältnis einzustellen. Wir bleiben am Thema dran und werden weiter testen. Auch stecken wir derzeit viel in anderen Projekten. So kommt es dann halt immer zu Verzögerungen.
    Weiter ist geplant auch ein rocket mass heater zu bauen. Vielleicht ergeben sich dann ganz neue Tendenzen und Sichtweisen.
    Im Garten versuche ich jetzt Biokohle direkt im Beet herzustellen. Über die Erkenntnisse werde ich dann berichten.

  6. Helmut schreibt:

    Hallo! Hatte leider wenig Zeit (viel Arbeit). Bisher hab ich zwei Kocher gebaut, einen runden und einen eckigen, die beide jedoch nicht funktionieren. Mir scheint, dass der Everythingnice Stove sehr gut konstruiert ist, denn vermeintliche Verbesserungen führten zu Nichtfunktion. Hingegen funktioniert er sehr gut mit zwei Espressodosen: Lavazza 200 g und 250 g. mit Holzhackschnitzeln. Deine Nachfrage, Brigitte, hat mich aber wieder motiviert, und morgen werde ich mal wieder weiterbasteln.
    Viele Grüße
    Helmut

  7. Helmut schreibt:

    Schönes neues Jahr Euch! Hab jetzt einen Pyrokocher gebastelt, der gut funktioniert. Hat leider etwas gedauert, weil ich immer zu faul bin, neben meinem anderen Job noch mehr zu arbeiten. Wenn die Verbesserungen auch funktionieren und Nachfrage besteht, werde ich aber dafür meinen Job kündigen. Die Verbesserungen sollen vor allem bewirken, dass der Ofen am Ende nicht qualmt und dass die Kohle dann komplett teerfrei durchgekohlt ist (Wer will schon Furane im Gemüsebeet?). Es gilt auch zu eruieren, ob das Gerät wie eine Gasaussenwandheizung an ein Loch in der Hauswand angeschlossen werden darf (mit dem Argument, dass es sich ja um eine Gasheizung handelt). Ist Jemand/Jefrau von Euch HeizungsingenieurIn? Man muss es schon nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Heizen verwenden können, finde ich, sonst kriegt man ja nie genug Kohle für den Acker zusammen, oder? Ich bau erstmal Kocher, die kann man als solche benutzen, und später dann Öfen, bzw. geschlossene Gehäuse mit Kochplatten und Ofenrohren, wo man die Kocher drunterschrauben kann. Die Flamme soll dann in einem Glasrohr brennen, schön, oder?
    Viele Grüße, bis bald, Helmut

  8. Helmut schreibt:

    Hallo! Also hier erstmal ein paar Konstruktionshinweise, den Pyrokocher betreffend. Zum Ansaugteil unten am Kocher: Beim Everythingnice sind Löcher in der inneren Dose, an denen die angesaugte Luft entlangströmt. Das ist suboptimal, weil die Luft auch in die Löcher und in die innere Dose strömen kann und die Holzkohle anzünden. Das soll nicht. Besser ist folgende Lösung (ausprobiert ist): Inneres Rohr und äusseres können unten in gleicher Höhe enden. Inneres Rohr 120 mm außen, Spalt zum äusseren 8 mm, also Durchmesser äusseres Rohr innen 136 mm. Unten am inneren Rohr ist ein Lochblech (Rost) drin. Von unten wird nun ein flacher Becher positioniert, dessen Wand ca. 4 cm. hoch ist, deren Durchmesser genau zwischen den Durchmessern der beiden Rohre liegt. (also Becherdurchmesser aussen 128,5 mm bei Wandstärke 1 mm.). Er wird so angebracht, dass sein Becherboden zum unteren Ende des inneren Rohres einen Abstand von einigen (unkritisch) mm hat.
    Mehrmals lesen, dann verstehen. Ja, tut mir leid.
    Wenn man den Becher so anbaut, dass man ihn nach oben schrauben kann, kann man damit die Flamme regulieren und auch das ganze zumachen. Muß aber beides nicht sein. Wenn nun auch der Rost an diesem Becher befestigt ist, kann man ihn am Ende unten rausnehmen und die fertige Holzkohle fällt auch unten raus. Muß auch nicht sein, sind nur Gimmicks.
    Von unten in der Mitte des Bechers hab ich einen Gasanschluss angebracht. Wenn die Holzgasflamme kleiner wird, weil die Holzhäcksel fast fertig ausgekohlt sind, dreh ich das Gas auf. Das macht dann wieder eine schöne Flamme, die muss nur kurze Zeit brennen, dann ist die Holzkohle komplett teerfrei. Da raucht dann weder was, noch glüht irgendwas.
    Nachbrenner, der mit Pflanzenöl läuft, ist in Entwicklung.
    Erhältlich werden diese Kocher bei mir ab April sein. Ihr könnt die aber auch selber bauen, technische Beratung bebe ich gerne (h.raulien@gmx.de).
    Gruß, Helmut

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