Transition Hamburg ist seit 2013 inaktiv.

Ihr findet hier noch einige alte Artikel zum Nachlesen.

Blogs die wir thematisch empfehlen können sind:

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Neues Kursangebot: Permakultur-Design-Kurs in Hamburg auf dem Hof vorm Deich / Seminar Footprint, Co2-Bilanz und neue Lebensstile im UmweltHaus am Schüberg

PKpraktischLogo1a-kleinLiebe Leute,

im Rahmen von „permakultur praktisch“ bieten u.a. Judith Henning (metagarten.de) und Frank in diesem Jahr wieder neue Kurse an. Geplant sind bereits:

Schaut einfach mal auf permakultur-praktisch.de vorbei, ob das was für euch ist. Sehr zeitnah folgen noch weitere Angebote zu den Themen:

  • BalconyGardening – Gärntern auf dem Balkon
  • LazyGardening – Gärtnern für Faule
  • ActionGardening – Gärntern für Aktive
  • Permakulturelle MiniFarming zur Selbstversorgung
  • Wurmkistenkompostierung
  • Lehmofenbau / ökologisches Bauen
  • Regenerative Lebensstile

Falls euch das „gefällt“: hier unsere Facebook-Fanpage: https://www.facebook.com/pages/Permakultur-praktisch/518979698221826

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Wurmkisten-Interview mit Judith Henning

Judith Henning ist Historikerin, Künstlerin und Permakultur-Designerin. Sie war 2013 eine von zwei Permakultur-Lehrerinnen auf dem ersten Permakultur-Design-Kurs in Hamburg. 

Judith hat am 09.10.2013 einen Kurs zum Thema Wurmkisten im Saal der Werkstatt 3 (Nernstweg 32; Beitrag: 10 Euro) gegeben.

Judith hat sich im Rahmen ihres Permakultur-Studiums intensiv mit Wurm- kompostierung daheim beschäftigt, hat bereits zahlreiche Wurmkisten gebaut und mit unterschiedlichen Designs experimentiert. Sie hat zum Thema Wurmkisten bereits u.a. auf der ersten Bodenkonferenz in Hamburg (am 21. September 2013 auf dem Hof vorm Deich) einen Vortrag gehalten. Ich habe Judith zum Thema interviewt:

Wie bist du erstmals auf das Thema Wurmkompostierung aufmerksam geworden, womit hast du angefangen und was fasziniert dich daran?

Normale“ Komposthaufen kenne ich so lange ich mich erinnern kann aus dem Garten meiner Großeltern, darüber, ob Regenwürmer oder Kompostwürmer daran beteiligt waren, habe ich damals nie nachgedacht. Und von der speziellen Technik des Wurmkomposts in einer Kiste, ohne Bodenkontakt habe ich erst 2009 gehört, als ich angefangen habe, mich mit Permakultur zu beschäftigen.

Da habe ich das erste Mal eine Wurmkompostkiste in der Küche des Besitzers gesehen. Nach dem Kochen haben wir in Gemüsereste direkt vergraben haben, das fand ich toll. Dass die Grünabfälle praktisch gar nicht erst zu „Müll“, also eklig stinkendem Zeug wurden, das man in einem Eimer sammelt und das dann weggebracht wird, sondern dass sie direkt wieder in den Kompostkreislauf eingegangen sind, in dem sie zu fruchtbarer Erde wurden, und dass man dabei fast zuschauen kann.

Meine erste eigene Wurmkompostkiste habe ich 2011 in San Francisco angelegt. Ich habe an einem Wurmkistenkurs teilgenommen, bei dem ich eine gute Handvoll Würmer mitnehmen konnteund habe noch am selben Tag mit den Küchenabfällen vom Abendessen als Wurmfutter in einem Schuhkarton angefangen.

Warum meinst du, dass Wurmkompostierung ein wichtiges Thema ist? Warum sollte ich mich damit auseinandersetzen?

Die Wurmkiste ist eine Möglichkeit, im eigenen Umfeld einen natürlichen Kreislauf zu schließen und das Wunder des Bodens zu erleben. Wenn man sich klarmacht, dass der Boden die Grundlage sämtlichen Lebens auf der Erde ist, ergibt sich dadurch eine Rückbindung zu etwas sehr Ursprünglichem.

Direkt profitieren kann man einerseits durch Müllvermeidung: kompostierbare Abfälle machen 1/3 des Hausmülls aus, es können zwar nicht alle davon in der Wurmkiste verarbeitet werden, aber man schafft es, das Müllaufkommen um ca. ¼ zu reduzieren. Dadurch kann man auch Müllgebühren sparen.

Und wenn man selbst Zimmer- oder Balkonpflanzen hat, kann man auf einem zweiten Weg direkt profitieren und sogar indirekt noch viel Gutes tun:

Man kann Kompost ernten, den man als Blumenerde bzw. Dünger gebrauchen kann. Das spart mir selbst Geld und Wege, außerdem wird Energie eingespart, die beim

Abtransport des Mülls, der zentralen Kompostierung, der Herstellung und dem Transport von Blumenerde bzw. des Kunstdünger anfallen würde. Dazu kommt, dass es bei Blumenerde, die oft aus Torf gewonnen wird – also durch Abbau von Mooren – auch noch um den Erhalt von Ökosystemen, und CO2-Senken geht… Eine einzelne Kompostkiste ist zwar nur ein kleiner Baustein, aber im Prinzip bestehen all diese Verbindungen. Außerdem macht es einfach Spaß.

Eine Wurmkiste in der Wohnung heißt also: sich die Wohnung mit Würmern teilen. Das hört sich ja in den Ohren eines Stadtbewohners erst mal nicht so appetitlich an. Stinkt das nicht? Wie funktioniert das?

Eine gut gepflegte, funktionierende Wurmkiste riecht überhaupt nicht unangenehm; im Gegenteil: dadurch dass viel weniger Küchenabfälle im Kompost- oder im Restmülleimer landen, riechen diese auch weniger, so dass sich die Gesamtgeruchssituation in der Küche sogar verbessern kann. Und die Kiste selbst, riecht – wenn man sie denn öffnet – nach Erde.

Und klar, sich Regenwürmer bzw. Kompostwürmer in die Wohnung zu holen ist schon etwas mehr „Wildnis“ in unserer Nähe als wir gemeinhin gewohnt sind. Man kann es als Abenteuer sehen… wenn man weiß, was man tut und bestimmte Grundregeln beachtet, ist das kein Problem. Man kann Kiste so bauen, dass Würmer nicht entkommen können und meiner Erfahrung nach haben die Würmer überhaupt keinen Drang, die Kiste zu verlassen. Es spricht auch nichts dagegen die Kiste auf dem Balkon, dem Dachboden oder der Garage aufzustellen, solange es nicht zu kalt ist.

Und was ist mit Kindern? Ist das nicht letztlich doch zu unhygienisch für das Haus?

Kleinere Kinder interessieren sich sehr für alles, was kriecht und krabbelt, vielleicht ist es gut, die Kiste verschließbar zu machen, gleichermaßen als Schutz für die Kinder wie für die Lebewesen in der Kiste, da diese es ja gerne ungestört und dunkel haben. Auch größere Kinder akzeptieren die Würmer meiner Erfahrung nach gerne als „Haustiere“, und sind besorgt, dass sie genug gefüttert werden, meine 10-jährige Patentochter findet sie „ganz süß“.

Vielen Dank für das Gespräch.

Wenn ihr mehr über Kompostierung, zu Wurmkompostierung, verschieden Arten der Wurmkisten, dem Anlegen, der Ernte und dem Umgang mit der Wurmkiste im Jahresverlauf lernen wollt, besucht Judiths Wurmkistenkurs am 09.10.2013 von 18-21h im Saal der Werkstatt 3 (Beitrag: 10 Euro).

Für Infos und Anmeldung: hier klicken.

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Die Lernende Stadt

In unserer Stadt gibt es viele tolle Initiativen, die oft nur lose voneinander wissen, so viele spannende Ideen, die einsam in Köpfen einzelner Menschen herumschwirren. Wie können sich Initiativen besser austauschen und Ideen zusammen umgesetzt werden?

Diese Frage findet mit dem Portal die lernende Stadt (www.die-lernende-stadt.de), „das Mit-Mach-Portal für die Stadt der Zukunft“, eine praktische Antwort. Dort kann jeder Ideen anlegen und Netzwerken beitreten, die auf einer Karte der eigenen Stadt dargestellt werden. Jeder Eintrag erzeugt einen Mini-Blog, mit Kommentaren, Terminen, Aufgaben und einem Wissens-Depot, so dass neu dazugekommen sich schnell einen Überblick verschaffen können. So können auch Menschen, die sich nicht an eine bestimmte Gruppe binden möchten, ihre Ideen einbringen und Initiativen können sich bei ihren Projekten gegenseitig unterstützen.

Insgesamt ein tolles Tool, das schon von einigen Transition-Inis genutzt wird und das sicherlich auch für Transition Hamburg interessant ist. Hamburg ist dort noch nicht vertreten, also klar machen zum Entern!

 

 

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Garten ohne Gärtner

Liebe Freunde von Transition Hamburg,

Äpfel Transitiongarten Prisdorf

Apfel im Gemeinschaftsgarten von „Permakultur in Pinneberg“ – permapi.wordpress.com.

anbei möchten wir euch den NDR-TV-Beitrag „Garten ohne Gärtner“ empfehlen. Hier spricht Volker Kranz über Permakultur im Garten – naturnahes Gärtnern mit wenig Aufwand und mit Methoden durch die die meiste Arbeit von der Natur erledigt wird.
Volker Kranz ist u.a. auch Tutor der an der Permakultur-Akademie und beschäftigt sich also neben der Planung und Umsetzung von Permakulturgärten vor allem im Oldenburger Raum auch um die Ausbildung neuer Permakulturisten.
In der Dokumentation führt er uns durch verschiedene Gärten und präsentiert Permakultur-Anwendungsbeispiele. Darunter:

  • den Hühnertraktor
  • die Sonnenfalle
  • das Anlehngewächshaus mit Reflektionsteich
  • den Waldgarten
  • essbare Wasser- und Wildpflanzen

Wer auch in Hamburg einmal einen Überblick darüber gewinnen möchte wie man die Prinzipien der Permakultur (z.B. Vielfalt statt Einfalt) und u.a. die oben erwähnte Elemente nutzen kann, um seinen Garten zu planen und zu gestalten, der erwäge doch unseren, Franks (genughaben.de) und Davids Kurs „Das ist Permakultur“ zu besuchen. Weitere Infos hier.

Ansonsten seid ihr auch gerne eingeladen hier eure E-Mail-Adresse zu hinterlassen. Wir werden bestimmt in den nächsten 1-2 Monaten ein Erntewochenende in unserem Gemeinschaftsgartenprojekt „Permakultur in Pinneberg“ veranstalten.

Viel Spaß beim Anschauen des NDR-Beitrags mit Volker Kranz!

Beste Grüße

David und Frank

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„Aus Müll etwas Schönes machen:“ Rocket Stoves bei Kebap bauen letzten Sonnabend (31.08.2013). Ein Rückblick.

Rocket Stove wird in Betrieb genommen.

Bepackt mit leeren Blechbüchsen, Werkzeug und Lust zu basteln haben sich am Sonnabend gegen 14h etwa 20 Personen eingefunden. Zur Einführung erzählten Judith Henning und Frank Wolf knapp etwas zur Theorie, zu den Werkzeugen und zum Bauablauf.

Sodann zeichneten Ältere und Jüngere an, schnitten (sich zum Glück nicht in die Hände!), schraubten und diskutierten eifrig, sodass nach etwa 2,5 Stunden der erste und später sogar insgesamt 3 Rocket Stoves aus upgecycleten Blechdosen in Betrieb genommen wurden.

Mindestens einer der Öfen wird nun auf Festivals als Alternative zu einem Camping-Grill erprobt und zwei weitere stehen jetzt fest bei Kabap an der Schomburgstraße 8.

Interessante Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Rocket_stove

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Tauziehen um die Hamburger Energienetze

Wir entscheiden am 22. September für die nächsten 20 Jahre.

Alle 20 Jahre wird der Betrieb der lokalen Strom-, Gas- und teilweise der Wärmeverteilnetze neu vergeben (Konzessionsvergabe). Nicht nur in Hamburg, auch in Berlin, Oldenburg und vielen weiteren Orten steht diese Entscheidung kurz bevor. Über 170 Kommunen haben die Chance bereits ergriffen und die oft schon bald bereute Privatisierung ihrer Netze durch eine Rekommunalisierung wieder rückgängig gemacht.

Genau eine solche 100%ige Rekommunalisierung der Energienetze will die Initiative Unser Hamburg Unser Netz (UHUN) mit dem von ihr initiierten Volksentscheid am Tag der Bundestagswahl auch für Hamburg erreichen, wo die städtischen Versorger um die Jahrtausendwende herum günstig an Vattenfall und Eon verkauft wurden. Später stieg die Stadt mit einer Minderheitsbeteiligung wieder ein.

Gegenwind bekommt die Initiative von Bürgermeister Scholz, den Energiekonzernen und Industrienahen Verbänden. Nachdem eine Klage gegen den Volksentscheid bereits gescheitert ist, vergeht kaum ein Tag, an dem in der Springer-Presse nicht über Artikel und ganzseitige Anzeigen Stimmung gegen den Volksentscheid gemacht wird. Die Gegner argumentieren, die Übernahme sei nicht finanzierbar, würde den Haushalt übermäßig belasten und berge unkalkulierbare Risiken. Erfahrung und Wissen über den Netzbetrieb lägen bei den derzeitigen Betreibern und würden bei einem Rückkauf verloren gehen. Und ohnehin hätten die Netzbetreiber keinerlei Einfluss auf Erzeugungsstruktur und Energiewende. Was ist dran an diesen Argumenten?

Zuerst ist die Rekommunalisierung für die Stadt ein gutes Geschäft, denn der Kaufpreis wird so geregelt, dass er komplett aus den Gewinnen finanziert werden kann und trotzdem ein Plus bei der Stadt bleibt – Geld, das der Stadt zugutekommt und nicht z.B. von Vattenfall für den desaströsen und Ausbau der Braunkohleverstromung eingesetzt werden kann.  Das Risiko ist minimal. Die Mitarbeiter werden mit den Netzen übernommen und mit ihnen Erfahrung und Wissen um den Netzbetrieb. Ohnehin stellen die großen Energiekonzerne mit ihren sich derzeitig verschärfenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten inklusive Stellenabbau keine verlässlichen Partner für die Energieversorgung der nächsten 20 Jahre dar. Das letzte Argument des fehelenden Einflusses der Netzbetreiber auf die zukünftige Erzeugungsstruktur und die Energiewende wirkt im Lichte der aktuellen Entwicklungen und Diskussionen geradezu absurd: Wer sonst soll dezentrale Anlagen und Speicher intelligent vernetzen, Verbrauch und Erzeugung angebotsbedingt miteinander in Einklang bringen? So bezeichnet auch das Bundesministerium für Umwelt (BMU) die „Netze als Rückgrat der Energiewende“ und moniert die fehlende Bereitschaft vieler Betreiber für einen zukunftsfähigen Umbau.

Doch wie lässt sich verhindern, dass in ein paar Jahren eine klamme Regierung die Netze wieder verhökert? Hier kommt die neu gegründete Genossenschaft Energienetz Hamburg ins Spiel. Die Genossenschaft in Bürgerhand will sich an der Finanzierung der Verteilnetze beteiligen und Rekommunalisierung und Umbau der Netze dauerhaft sichern. Eine Genossenschaft ist auf langfristiges und vorausschauendes Wirtschaften ausgerichtet und stellt damit ein geeignetes Korrektiv zur teilweise kurzatmigen Entscheidungskultur des Politikbetriebs dar.

Infos, wie die Initiativen unterstützt werden können, sind hier zu finden:

Unser Hamburg, unser Netz: http://unser-netz-hamburg.de/

Energienetz Hamburg: http://www.energienetz-hamburg.de/

Und nicht vergessen: Am 22. September entscheiden über weitere 20 Jahre Status Quo oder zukunftsfähigen Umbau unserer Energieversorgung und darüber, wohin die Gewinne aus dem Netzbetrieb in Zukunft fließen.

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Artikel im Hamburger Abendblatt über “Permakultur in Pinneberg”

Für alle Interessierten: Es gibt in der heutigen Ausgabe des Hamburger Abendblatts (16.07.2013) auf Seite 12 oder hier im Internet ein Artikel über Permakultur in Pinneberg – ein Ende 2011 ausgehend von Transition Netzwerk Hamburg aus gegründetes Projekt.

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